Propylaeum Blog

Nutzerumfrage des FID Altertumswissenschaften - Propylaeum

02. Dezember 2020, Philipp Weiss - Aktuelles

Seit 2016 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Altertumswissenschaften einen „Fachinformationsdienst für die Wissenschaft“, der von der Bayerischen Staatsbibliothek und der Universitätsbibliothek Heidelberg betreut wird und das Portal Propylaeum betreibt.

2021 wird der Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften bei der DFG einen neuen Förderantrag einreichen, um Altertumswissenschaftler*innen aus den genannten Disziplinen auch weiterhin forschungsnahe und innovative Dienste anbieten zu können.

Beteiligen Sie sich an der Weiterentwicklung unseres Angebots, indem Sie uns im Rahmen einer anonymen Umfrage Ihre spezifischen Anforderungen an ein zeitgemäßes und zielgruppenorientiertes Informationsangebot mitteilen!

Zur Teilnahme an der Umfrage sind sowohl Angehörige von Hochschulen, Forschungsinstituten, Bibliotheken und Informationseinrichtungen, als auch der wissenschaftliche Nachwuchs herzlich eingeladen.

Für die Beantwortung aller Fragen benötigen Sie ca. 10 Minuten.

Die Umfrage kann bis einschließlich 31. Dezember 2020 beantwortet werden.

Hier geht es zur Umfrage


Vielen Dank, dass Sie mit Ihrer Teilnahme die Entwicklung des FID Altertumswissenschaften - Propylaeum unterstützen!


Für Historiker*innen mit Schwerpunkt Mittelalterliche und Neuere und Neueste Geschichte führt der FID Geschichtswissenschaft eine eigene Umfrage durch.


Tiberius Bader (Hrsg.): Hemmingen in der Vor- und Frühgeschichte: Jetzt online bei Propylaeum-eBOOKs

26. November 2020, Katrin Bemmann - Aktuelles

"Hemmingen in der Vor- und Frühgeschichte", herausgegeben von Tiberius Bader, geht auf eine Vortragsreihe des Ortsgeschichtlichen Vereins Hemmingen zurück.

Im 15 km nordwestlich von Stuttgart entfernten Hemmingen wurden die fruchtbaren Lössböden der Region bereits seit dem Beginn der Jungsteinzeit und durch alle folgenden Epochen hindurch landwirtschaftlich genutzt. Die zahlreichen Funde aus allen Kulturen von den ersten Ackerbauern, den Kelten, Römern und Alamannen sind Zeugnisse der Besiedlungsgeschichte in und um Hemmingen.
Der vorliegende Band, erschienen in der Reihe Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, bietet einen zusammenfassenden Überblick über die Bodendenkmäler und Funde der wichtigsten Epochen der Vor- und Frühgeschichte Hemmingens.


Call for Papers: Beyond Mysteries. The Hybrid History of Ancient Eleusis

18. November 2020, Philipp Weiss - Call for papers

International Conference
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, September 30 - October 2, 2021

Beyond Mysteries. The Hybrid History of Ancient Eleusis

Renowned for its Mysteries cult, Eleusis has been equated already in antiquity with its initiations for the worship of Demeter and Persephone. Life in the renowned sanctuary was, however, richer than the religious lens suggests, including political, military, athletic, and euergetic activities. And the importance of the city was clearly not confined to the Mysteries.

Situated at the crossroads between Athens, Boiotia, Megara, and Salamis, Eleusis was subject to the changing fortunes in the world around. This is reflected also in various alterations to the basic political outlook of the city, from polis to deme to Sonderstaat (in 404 BCE) and back to deme. From the Athenian perspective, Eleusis marked the fringes of their territory. From everybody else’s point of view, it was either a destination or a gateway: to Athens, the Saronic region and Aegean, Central Greece, or the Peloponnese. In the midst of these itineraries, the Eleusinians fostered the belief that they were located at the navel of a widely connected world.

The conference explores Eleusis’s inherent in-betweenness. It invites approaches that appreciate and are alert to the local horizon as a sphere where different vectors of Greek culture touch, both complementarily and conflictually, to shape a hybrid history of place: for instance, an amalgamation of diverse natural environments and different political entities; of boundedness and entanglement; imaginaries of isolation and belonging; material and immaterial expressions in culture that were in themselves fused by local, regional, and universal practices. In this vein of inquiry, the conference will also return to the Mysteries and place them in the context of religious communications in the Saronic region and beyond, on land and at sea, across time.

Paper proposals, no longer than 400 words in length for a paper between 25 to 30 minutes, should be sent to the organizers no later than January 31, 2021. The full slate of selected papers will be announced within four weeks after the submission deadline. Conference participants will be reimbursed all costs for air travel, ground transportation, and accommodation.

Organizers:
Hans Beck (hans.beck@uni-muenster.de)
Sebastian Scharff (scharffs@uni-muenster.de)

The event is sponsored by the Cluster of Excellence ‘Religion and Politics’ and the Chair of Greek History at Westfälische Wilhelms-Universität Münster.


Neu bei Propylaeum-eBOOKs: Annalisa Marzano (Hrsg.): Villas, Peasant Agriculture, and the Roman Rural Economy

12. November 2020, Katrin Bemmann - Aktuelles

"Villas, Peasant Agriculture, and the Roman Rural Economy", herausgegeben von Annalisa Marzano, ist als 17. Band des Kongresses Archaeology and Economy in the Ancient World – Proceedings of the 19th International Congress of Classical Archaeology, Cologne/Bonn 2018 erschienen.
Große Villen der römischen Oberschicht sowie bäuerliche Wirtschaftsbetriebe prägten die Landschaft zur Zeit der römischen Republik und Kaiserzeit. Die Autoren des vorliegenden Bandes versuchen eine organischere Bewertung der Funktionsweise der "Villenwirtschaft" und der "bäuerlichen Wirtschaft“ zu erreichen. Die Beantwortung der Frage, ob es hier Schnittmengen gibt und ob die Situation im römischen Italien zu den Provinzen vergleichbar ist, steht im Fokus der Beiträge.
Der Titel steht bei den Propylaeum-eBOOKs im Open Access zum Download bereit und ist ale Printexemplar über den Buchhandel zu beziehen.


18.12.2020: Zoom-Konferenz "Münzen aus römischen Militärplätzen - Zu Theorie, Methodik und Praxis der Fundmünzenauswertung"

09. November 2020, Katrin Bemmann - Veranstaltungen

Zoom-Konferenz "Münzen aus römischen Militärplätzen - Zu Theorie, Methodik und Praxis der Fundmünzenauswertung" am 18.12.2020, veranstaltet von:
Eberhard Karls Universität Tübingen - Philosophische Fakultät, Institut für Klassische Archäologie, Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Institut für Archäologische Wissenschaften.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 14. Dezember 2020 formlos per E-Mail an: stefan.krmnicek@uni-tuebingen.de.

 

Seit den Unternehmungen der Reichslimeskommission im späten 19. Jh. zählen römische Fundmünzen aus den Kastellplätzen entlang des Neckars und am obergermanisch-rätischen Limes zu den wichtigsten materiellen Hinterlassenschaften, um die jeweiligen Fundplätze funktional zu bestimmen und zu datieren.

Im Zuge der New Archaeology wird seit den 1990er Jahren die Methode der statistischen Auswertung von Fundmünzen erfolgreich angewandt, welche u.a. zu einer grundlegenden Neudatierung der römischen Militäranlagen am Neckarlimes führte. In den letzten Jahren fanden vermehrt neue Fragstellungen Eingang in die archäologisch-numismatische Forschung, welche die Fundmünzen in ihrem archäologischen Kontext auswertet und auf einen Erkenntnisgewinn zur individuellen Bedeutung und Funktion des Münzgeldes an einem Fundplatz abzielt.

Aktuelle Untersuchungen der Münzfunde von Kastellplätzen entlang des Neckarlimes zeigen das große Potential für die archäologische Auswertung eines militärischen Fundplatzes auf, wenn diese neuen Ansätze nutzbar gemacht werden. Das Ziel der Tagung ist es daher, die gegenwärtigen Zugänge in der archäologisch-numismatischen Auswertung von Fundmünzen auf den Ebenen Theorie, Methodik und Praxis zusammenzuführen und neue Perspektiven für die archäologische Erforschung von römischen Militärplätzen zu diskutieren.

 


15.12.2020: Named Entity Recognition for a Text-Based Catalog of Ancient Greek Authors and Works

08. November 2020, Philipp Weiss - Veranstaltungen

Digital Classicist Seminar Berlin


Das Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet im Wintersemester 2020/21 (in Zusammenarbeit mit dem Berliner Antikekolleg) wieder das Digital Classicist Seminar Berlin.

Die Sitzungen finden immer Dienstags von 16:00-18:00 Uhr via Zoom statt:

https://hu-berlin.zoom.us/j/68772389150?pwd=S1RkWWZtYU9zaXZLWTA5OFVJb2FVUT09

Am 15.12.2020 spricht Monica Berti (Leipzig) zu "Named Entity Recognition for a Text-Based Catalog of Ancient Greek Authors and Works"

Das vollständige Seminarprogramm und weitere Informationen finden Sie hier.


Zwei weitere Titel des Kongresses "Archaeology and Economy in the Ancient World – Proceedings of the 19th International Congress of Classical Archaeology, Cologne/Bonn 2018" sind online!

06. November 2020, Katrin Bemmann - Aktuelles

Band 42, herausgegeben von Miko Flohr und Nicolas Monteix  "Shops, Workshops and Urban Economic History in the Roman World". Das römische Stadtbild war von Läden und Werkstätten geprägt. Die Autoren des Bandes gehen u.a. der Frage nach, ob und wie deren Gestaltung in Bezug auf die Gewinnorientierung hin ausgerichtet war.

Eva Mol, Lisa Lodwick (Hrsg.): "AIAC-Round Table Discussion. Diversity in the Past, Diversity in the Present? Issues of Gender, Whiteness, and Class in ‘Classical’ Archaeology". In Band 52 werden die Ergebnisse der Podiumsdisskussion zu Fragen zur Gleichberechtigung, Hautfarbe und sozialen Zugehörigkeit in der Antike aber auch in der Gegenwart im Bereich der Klassischen Archäologie zusammengefasst.

Beide Bände stehen wie auch die übrigen Kongressbände bei den Propylaeum-eBOOKS im Open Access zum Download bereit und sind als Printexemplare im Buchhandel erhältlich.


Call for Papers: Geschlecht macht Arbeit!

04. November 2020, Philipp Weiss - Call for papers

Konferenz FemArc
Linz, 01. - 03. Oktober 2021

Geschlecht macht Arbeit! Arbeit, Wissen und Expert/innentum in der archäologischen Geschlechterforschung

Zum 30. FemArc-Jubiläum wollen wir im Schlossmuseum Linz Fragen zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht nachgehen. Dabei sollen sowohl archäologische Beispiele als auch Erfahrungen zur modernen archäologischen Arbeitswelt vorgestellt werden sowie die Verflechtungen von Arbeit und Geschlecht auf einer theoretischen Ebene erörtert werden.

Im Rahmen der Fallbeispiele aus den archäologischen Disziplinen wird hinterfragt, inwieweit die Geschlechtszugehörigkeit oder –zuschreibung mögliche Beschäftigungsfelder einzelner Individuen beeinflusst, bzw. diese bedingt. Hierbei steht auch die Frage nach dem Wissen von Expert/innen und der damit verbundenen Macht im Fokus. Eine Rolle spielt zudem der Zusammenhang mit anderen sozialen Kategorien wie dem Alter, dem Status und/oder dem sozialen Milieu. Darüber hinaus soll auch diskutiert werden, was wir in der Archäologie unter Begriffen wie „Arbeit“, „Wissen“ oder „Spezialisierung“ eigentlich verstehen können und für wen sie verwendet werden.

Forschungsgeschichtliche Aspekte zu Arbeit und Geschlecht sollen kritisch hinterfragt werden. Dies betrifft vor allem vorschnelle Ansprachen der Tätigkeit Einzelner wie auch ganzer Genusgruppen aufgrund von Analogieschlüssen zu modernen und subrezenten Gesellschaften. Einen weiteren Aspekt stellen kritische Betrachtungen von stereotypen Interpretationsmustern dar, welche noch immer unreflektiert tradiert werden.

Im Zusammenhang mit unseren aktuellen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen werden die Geschlechtergerechtigkeit in der Archäologie sowie mögliche Verbesserungen und Alternativen zu bisherigen Verhältnissen diskutiert. Wie sieht es für heutige Archäolog/innen im Feld des Berufs aus: Können sie ihre im Studium erworbenen Qualifikationen adäquat auf dem Arbeitsmarkt umsetzen? Welche Schranken und gläsernen Decken gibt es immer noch auf dem Weg zur Karriere (Hierarchisierung und Segregation des Arbeitsmarktes) und wie können diese aufgebrochen und verändert werden?

Auf der Tagung willkommen sind somit Beiträge sowohl zu den theoretischen Aspekten von Geschlecht und Arbeit als auch Beiträge, die sich mit der Anwendungsebene beschäftigen, sei es in den verschiedenen Archäologien oder im archäologischen Betrieb. Pro Vortrag sind 20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion vorgesehen. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Wir freuen uns über aussagekräftige Abstracts (ca. 200 Wörter) sowie eine Weiterleitung des CfP an interessierte Kolleg/innen.

Anmeldeschluss für Vorträge ist der 28. Februar 2021.

Kontakt und Adresse für die Abstracts: TagungFemArc2021@gmx.de

Organisatorinnen: Julia Hochholzer, Melanie Janßen-Kim, Jutta Leskovar, Ulrike Rambuscheck, Sophie Rotermund, Clara Schaller, Katja Winger


Call for Papers: Extra Muros

04. November 2020, Philipp Weiss - Call for papers

Institut für Archäologische Wissenschaften
19. Treffen der Arbeitsgemeinschaft Etrusker & Italiker
Bochum, 29.-30. Januar 2021

Extra Muros. Gräber und Umland etruskischer und italischer Städte

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft “Etrusker & Italiker” des DArV findet das 19. Treffen vom 29. bis 30.01.2021 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum statt. Thema des Workshops sind die Gräber und Nekropolen sowie aktuelle Ergebnisse zur Umlandsforschung im vorkaiserzeitlichen Italien.

Neben  der  Erforschung  ganzer  Stadtstrukturen  und  spezifischer  Heiligtümer,  stellt  auch  die Analyse   antiker   Grabkontexte   bereits   seit   Jahrhunderten   eine   Kerndomäne   in   den archäologischen Wissenschaften dar.

Im  direkten  kulturhistorischen  Vergleich  wird  deutlich,  dass  die  Umlandsforschung, extra muros, hingegen noch immer als verhältnismäßig junger Forschungszweig zu definieren ist. Während Gräber und ihre Beigaben stets wichtige Quellen im Rahmen von Surveys darstellten und  Informationen über  die außerstädtischen  Siedlungen  und  Lebensbereiche  mit  ihren bestehenden  Sozialstrukturen  lieferten,  erlaubt  es  die  Umlandsforschung  einzelne Gräber aber auch ganze Nekropolen oder architektonische Bauten, wie z.B. extraurbane Heiligtümer und Wehranlagen,in ihre infrastrukturellen und landschaftlichen Kontexte zu verorten. Ebenso lassen sich Handelsnetze und Kulturkontakte über Land- und Flusswege rekonstruieren und liefern Hinweise zur wirtschaftlichen Prosperität der Städte, Siedlungen und Häfen. Mit dieser starken   inhaltlichen   Verzahnung   beider   Thematiken   geht   auch   eine   interdisziplinäre Herangehensweise  einher,  die  zielführend  ist und  den  Fokus  des  kommenden  AG  Treffens bilden soll. Um dieses Ziel zu erreichen werden Referent*innen gesucht, die sich entweder mit den Gräbern oder dem städtischen Umland auseinandersetzen.

Der Workshop soll ein möglichst weites Spektrum umfassen. Vor allem sollen unterschiedliche Projekte,   Ergebnisse   und   Kontexte   vorgestellt   und   aktuelle   kulturwissenschaftliche Forschungsansätze oder Methoden präsentiert und diskutiert werden. Die Vorträge sollen sich im  chronologischen  Rahmen  zwischen  früher  Eisenzeit  und  spätem  Hellenismus  bewegen. Der  Call  richtet  sich  gleichermaßen  an  Nachwuchswissenschaftler*innen wie  an  erfahrene Kolleg*innen.  Die  Beiträge  sollen  eine  Länge  von  ungefähr  20  min.  haben.  Interessenten werden gebeten, bis zum 15. November 2020 einen Titel mit kurzem Abstract (ca. 150-200 Wörter)  an Laura  Nazim (laura.nazim@rub.de) und Jon  Albers  (jon.albers@rub.de) zu schicken. Aus organisatorischen Gründen bitten wir auch diejenigen, die ohne eigenen Beitrag teilnehmen möchten, um eine Anmeldung.


Sollte die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Coronakrise nicht in dem geplanten Umfang stattfinden, würden wir eine Verschiebung des Treffens anvisieren.


Call for Papers: Die mittelalterliche Bibliothek der Reichsabtei Corvey

03. November 2020, Philipp Weiss - Call for papers

Interdisziplinärer Workshop (Online)
27. - 29. Mai 2021

Die mittelalterliche Bibliothek der Reichsabtei Corvey. Bestände, Forschungsstand, Perspektiven

Vor rund 200 Jahren endete im Zuge der Säkularisation die Geschichte der Bibliothek der Reichsabtei Corvey, deren Anfänge in das 9. Jahrhundert zurückreichen. Bis in das 12. Jahrhundert hinein zählte sie zu den bedeutendsten Klosterbibliotheken in Mitteleuropa. Heute sind die Bestände weltweit zerstreut. Die zwei größten noch zusammenhängenden Handschriften-konvolute befinden sich an der Universitätsbibliothek Marburg und an der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in Paderborn. Beide Einrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um ihre mittelalterlichen Buchbestände Corveyer Provenienz zu digitalisieren und zusammen mit dem übrigen Streubesitz auf einem »Corvey-Portal« virtuell zusammenzuführen.

Begleitend zu dem DFG-Projekt »Die mittelalterlichen Buchbestände der Klosterbibliothek Corvey digital« wollen die beteiligten Institutionen in einem gemeinsamen Workshop die Bedeutung der Reichsabtei Corvey, ihres Skriptoriums sowie ihrer vielfältigen Handschriften- und Wissensbestände in den Fokus rücken. Dazu möchten wir Expert_innen zu Corvey, aber auch zu mittelalterlichen Klosterbibliotheken, Klosterskriptorien sowie zu geistlicher Überlieferung zusammenbringen und außerdem einen aktuellen Überblick über die Forschungslage und noch erhaltene Buchbestände gewinnen. Darauf aufbauend sollen Perspektiven für eine virtuelle Konstruktion und Rekonstruktion der mittelalterlichen Bibliothek entwickelt und diskutiert werden.

Erwünscht sind Beiträge zu folgenden Themenfeldern:

  • Historisch: Fragestellungen, die sich mit der Geschichte der Reichsabtei Corvey im Mittelalter und/oder dem Corveyer Skriptorium sowie dem Austausch mit anderen Klöstern beschäftigen.
  • Theologisch: Fragestellungen, die sich mit der Grundausstattung von Klosterbibliotheken und ihrem Einsatz in der Liturgie, im Gottesdienst und in der Seelsorge befassen.
  • Kunsthistorisch: Fragestellungen, welche die Ausgestaltung der Handschriften und der Buchdeckel sowie der möglichen Malwerkstätten zum Inhalt haben.
  • Philologisch/Paläographisch: Fragestellungen, die sich allgemein mit der Rolle Corveys in Bezug auf die Herstellung und Verbreitung von Buchhandschriften befassen. Hierzu zählen auch Beiträge, in denen einzelne Stücke Corveyer Provenienz vorgestellt und z.B. auf Materialität und Layout untersucht werden. Eine Auflistung der uns bekannten Corveyer Handschriften kann bei den unten genannten Kontaktpersonen angefordert werden.
  • Digitale Herausforderungen: Fragestellungen, die sich mit der Rekonstruktion historischer Bibliotheken bzw. entsprechenden Digitalisierungsprojekten beschäftigen. Hierzu zählt auch das Aufzeigen von Möglichkeiten, welche z.B. die digitale Bildanalyse oder die historische Netzwerkforschung bieten.

Es ist uns an einer regen Kommunikation zwischen etablierten Fachvertreterinnen und Fachvertretern mit dem akademischen Nachwuchs gelegen. Daher möchten wir gerade auch Masterstudierende, Promovierende und Mitarbeitende aus Projekten dazu ermutigen, eigene Beiträge vorzuschlagen.

Die Veranstaltung wird vom 27. bis zum 29. Mai 2021 in digitaler Form stattfinden. Vorgesehen sind Vorträge mit einer Redezeit von 20 Minuten. Diese sollen bis zum 31. März 2021 als Video-Beiträge eingereicht und den Teilnehmer_innen im Vorfeld des Workshops zur Verfügung gestellt werden. Eine entsprechende Softwarelösung sowie technischer Support für die Videoaufzeichnungen kann bei Bedarf von den Organisatoren zur Verfügung gestellt werden. Daneben sind wir auch für alternative Formatvorschläge wie z.B. die Vorstellung von E-Postern offen. Die virtuelle Veranstaltung wird sich vornehmlich mit der moderierten Diskussion der Beiträge sowie dem Austausch untereinander befassen. Die Konferenzsprache ist deutsch. Die Ergebnisse des Workshops sollen als E-Publikation im Open Access veröffentlicht werden.

Unter https://www.uni-marburg.de/de/ub/forschen/digitalisierung/projekte/corvey erhalten Sie auf der Homepage des Projekts an der Philipps-Universität Marburg weitere Informationen.

Reichen Sie Ihre Vorschläge bitte als halbseitiges Abstract mitsamt einiger kurzer Angaben zu Ihrer Person bis zum 30. November 2020 ein. Eine Rückmeldung über die Annahme der Beiträge erfolgt bis zum 15. Januar 2021. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge an diana.mueller@ub.uni-marburg.de und alexander.maul@ub.uni-marburg.de.

Kontakt:

Dr. Diana Müller
"Die Buchhandschriften der Klosterbibliothek Corvey digital"
Projektleitung
diana.mueller@ub.uni-marburg.de

Alexander Maul M.A.
"Die Buchhandschriften der Klosterbibliothek Corvey digital"
Projektkoordination
alexander.maul@ub.uni-marburg.de

Universitätsbibliothek Marburg
Deutschhausstraße 9
35037 Marburg